Das dreizehnte Kapitel

Das dreizehnte Kapitel von Martin Walser

Das dreizehnte Kapitel von Martin Walser

Das dreizehnte KapitelEine eher ungewöhnliche Liebesgeschichte, die ihre Vollendung ausschließlich im Austausch vertraulicher Briefe findet. Der preisgekrönte Autor Martin Walser beweist mit diesem Buch erneut seine Sprachgewalt und lässt den Leser am feinen Gespinst der Gefühle zwischen dem erfolgsverwöhnten Schriftsteller Basil Schlupp und der Theologin Maja Schneilin teilhaben.

Vom ersten Augenblick, als der Schriftsteller während eines feierlichen Festaktes dem Anblick der für ihn außergewöhnlichen Frau gewahr wird, kreisen seine Gedanken unablässig um die Theologin. Er nimmt mit ihr Kontakt auf und schreibt einen Brief. In der Folge entwickelt sich ein Briefwechsel, der über eine normale Brieffreundschaft weit hinausgeht. Beide, Basil Schlupp wie auch Maja Schneilin sind seit Jahren glücklich verheiratet. Schlupp mit Iris, die Frau, die er liebt. Maja mit Korbinian, ohne den sie nicht leben möchte. Und doch entwickelt sich eine sehnsuchtsvolle Vertrautheit zwischen den Schreibenden, die, würde sie sich frei entfalten, in leidenschaftlicher Liebe gipfeln und den Verstand besiegen würde.

Der Text liest sich etwas umständlich, die Sprache ist nicht alltäglich. Auch, weil im gesamten Werk keine wörtliche Rede sowie aktive Handlungen, sondern einzig Schilderungen sowie Erzählungen der Protagonisten über Empfindungen sowie ihrer Erlebnisse, zu finden sind. Trotzdem spannt Martin Walser geschickt einen Spannungsbogen, der zum Weiterlesen inspiriert. Wie geht die Geschichte weiter? Finden die Beiden zueinander? Oder erleben sie diese Innigkeit, weil sie in Wirklichkeit nicht sein darf?

Das dreizehnte Kapitel von Martin Walser

ISBN 9783498073824

erschienen im Rowohlt Verlag GmbH